Olibolli kocht #2: Käsebrot-Bruschetta & Pizza

Nach dem Knaller-Rezept: Spaghetti mit Bologneser Fleischsauce geht es nun weiter mit der Kocherei bei Olibolli. Wer jetzt jedoch auf der Suche ist nach einem schnellen Gericht, weil er jetzt beim Lesen schon Knast hat, dem sei das folgende Rezept nicht empfohlen. Lieber den Lieferservice anrufen oder direkt ein Leberwurstbrot auf die Hand machen und wieder vor die Glotze knallen.
Das Rezept ist eher was für die Langstrecke, für Köche die gern mal kneten, rummatschen und beim Aufgehen der Hefe zuschauen.

Foto-2Thema in den nächsten Stunden: Bruschetta aus selbstgebackenem Käsefladenbrot und eine richtig, echte Italien-Pizza. Natürlich machen wir bei der Pizza den Teig selbst und auch die Tomatenmatsche köcheln wir in Eigenregie. Alles easy aber ein sinnlicher Zeitfresser.
Profitipp: Schon mal ne Schachtel Rotwein aus dem Keller holen. Die kriegen wir locker weg zwischen der ersten Mehlmessung und dem letzten Happen Pizza!

Wir starten mit dem Käsefladenbrot. 250g Weizenmehl (Typ 700 bzw. 550) ordentlich durchsieben, 20g Hefe dazu klatschen und 150ml Wasser. Nicht zu warm nicht zu kalt. 7-8g Salz dazu und einen halben Esslöffel Rapsöl. Nun kneten, was die Hände hergeben. Vorher diese eventl. Waschen (optional). Kneten. Kneten. Kneten. Am Ende ist es ein schön weicher Teig, den wir in eine Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und 20 Minuten aufgehen lassen. Pause.

Wir öffnen nun die Schachtel Rotwein, machen uns ein Gläschen fertig und linsen immer mal durch einen kleinen Spalt unter das Tuch. Irre wie die kleinen Hefedingsbummsteilchen da eskalieren.

Nach den 20 Minuten den Rotwein austrinken, Tisch bemehlen und 120g geriebenen Parmesan in den Teig kneten. Knet. Knet. Knet. Danach lassen wir den Teig erneut ein paar Minuten gehen und kosten nochmals ein Gläschen von dem Rotwein. Italienisches Gefühl macht sich im Kopf breit. Herrlich! Kochen macht Spaß!

Foto-4Aus dem Teigklumpen machen wir 2 und plätten sie zu 2 ovalen Fladen und legen diese auf ein Backblech. In die Fladen drücken wir mit dem kleinen Finger, einem Schraubenzieher oder dem Autoschlüssel des Leihwagens ein paar Löcher. Wieder Tuch drauf, 10 Minuten warten, Gläschen Rotwein (optional). Nun streuen wir noch weiteren Parmesan auf die Fladen und schieben die ganze Geschichte bei 200 Grad in den vorgeheizten Ofen und sprühen etwas Wasser auf den Ofenboden.  Cooler Effekt: Zischt!

Weiter geht es mit der Tomatenmatsche für die Pizza. Topf auf den Herd. Olivenöl und Butter rein, niedrige Temperatur. Knobi und Zwiebeln anschwitzen lassen. Deckel drauf. Währenddessen Tomaten schneiden. Kurzer Blick in den Ofen. Brot noch da. Perfekt! Geschnittene Tomaten mit passierten Tomaten und einer Ladung Pfeffer, Salz, Oregano und anderem Krautgedöns in den Topf. Einkochen lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Eventl. mit Zucker abschmecken oder hier und da noch Kräuter rein. Irgendwann schmeckt es dann ganz gut und die Sauce ist fertig. Umfüllen in ein Töpfchen und ab in den Kühlschrank.

Nun nehmen wir das Brot aus dem Ofen. Im Idealfall ist es nicht verbrannt.

Kurze Pause. Durchschnaufen. Richtiger Zeitpunkt um die 2te Flasche Rotwein zu öffnen. Kurz mal setzen und eventl. frische Musik aus dem Netz ziehen (optional und illegal).

Weiter geht es mit dem Pizzateig. Erneut klatschen wir Wasser, Mehl, Salz und Hefe zusammen. Knet. Knet. Knet. Schüssel. Tuch drüber. Warten.
Diesmal knapp 30 Minuten. Wir schütten uns ne ganze Flasche Rotwein ins Gesicht.
Denken: Viva Italia und beißen in eine Knoblauchzehe.

Zeit für die Vorspeise. Rotwein knallt dann doch gut rein und der Magen knurrt. Wir schneiden Tomaten in kleine Stückchen, gehen in den Garten, pflücken Basilikum, grüßen den Nachbarn und stolpern zurück in die Küche. Peffer, Salz und zerhackter Basilikum zu den Tomaten. Olivenöl drüber und rühren.

Foto-3Das Käsefladenbrot schneiden wir in kleine Scheiben. Kurz aufwärmen im Ofen, die einzelnen Scheiben mit einer Knoblauchzehe einreiben und die Olivenöl-Tomatenstücke drauflegen. Essen und dazu ganz entspannt ein Gläschen Rotwein. Lecker. So fühlt sich Italien an. Wir schließen die Augen und hören im Kopf wie die Vespas an unserem Tisch vorbei knattern. Mamma Mia!

Wieder nüchtern, da wir mit dem Kopf 4 Stunden auf der Tischplatte geschlafen haben geht es munter mit der Pizza weiter. Teig aus der Schüssel holen. Ausrollen. Dünn und rund. Tomatenmatsche aus dem Kühlschrank verteilen und nach Bedarf mit allem belegen, was im Haus ist. Käse drauf. Ofen.
Profitipp: Beim Belag ist weniger mehr! Wir machen ja keine Ami-Pizza!

Raus aus dem Ofen. Oregano drüber. Ich streue immer noch etwas Parmesan drüber und ab dafür. Dazu empfehle ich einen Rotwein. Eine Flasche müsste noch in der Schachtel sein. Grappa. Bett.

Zutaten:

Mehl
Hefe
Salz & Peffer
Oregano
Basilikum
Tomaten
Passierte Tomaten
Rapsöl
Olivenöl
Parmesan
Knoblauch
Zwiebel
Alles was auf die Pizza soll…

Schachtel Rotwein
Grappa

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